Tier-Lexikon :: Hunde

Neufundländer
Abbildung Neufundländer
Bild: Neufundländer
 

Neufundländer

Herkunft
Inzwischen gilt es aus Sicht der Federation Cynologique Internationale (FCI) seit 1996 als sicher, das der Neufundländer von der Insel Neufundland stammt. Um 1100 haben Wikinger den großen schwarzen Bärenhund in Neufundland eingeführt. Dieser vermischte sich mit auf Neufundland einheimischen Hunden und von europäischen Fischern eingeführten Hunderassen. Seit der Kolonisation der Insel 1610 hat der Neufundländer seine typische Morphologie und angeborene Charaktereigenschaften behalten.

Aussehen
Der Neufundländer ist ein großer stattlicher Hund mit einer Schulterhöhe bei Hündinnen von ca. 66 cm und bei Rüden von ca. 71 cm. Das Gewicht liegt bei Hündinnen zwischen 45 und 54 kg, bei Rüden zwischen 59 und 68 kg (American Kennel Club Standard vom Mai 1990). Mittlerweile unterscheidet man zwischen kleinen, mittelgroßen und großen Formen. Die großen Neufundländer findet man eher in Süddeutschland, während bei uns die kleinen und mittelgroßen Neufundländer anzutreffen sind. Meistens begegnet man schwarzen Neufundländern, doch werden auch braune und weiß-schwarze Neufundländer gezüchtet. Die weiß-schwarzen Neufundländer werden leicht mit dem etwas größeren Landseer verwechselt, den es nur in dieser Farbe gibt. Im Gegensatz zum Landseer hat der Neufundländer einen massigeren Kopf und eine kürzere Schnauze. Der Neufundländer gehört zu den wenigen Hunderassen mit einer Zwischenzehenhaut. Mit seinem wasserabweisenden Stockhaar und dichten Unterwolle sieht er noch mächtiger aus. Das Haar ist sehr weich und im Winter wesentlich dichter als im Sommer.

Wesen
Die Neufundländer sind auch bekannt als sanfte Riesen, was ihr Wesen treffend ausdrückt. Trotz ihrer Größe und stattlichen Erscheinung sind sie ausgesprochen gutmütige Hunde mit nicht nur Menschen gegenüber extrem hoher Reizschwelle. Ein Zitat aus der FCI Beschreibung drückt das Wesen treffend aus: Der Neufundländer drückt in seiner Erscheinung Wohlwollen und Milde aus. Majestätisch, fröhlich, und unternehmenslustig ist er für seine stete Liebenswürdigkeit und Gelassenheit bekannt (Hedd & Del Richards (2000): Neufundländer Heute, Kynos Verlag, Seite 38). Der Neufundländer ist trotz seines sanften Gemüts sehr wachsam. Er bellt nicht ohne Grund, entscheidet in Gefahrensituationen selbständig und ist Fremden gegenüber zurückhaltend. Neufundländer haben einen großen Dickkopf und sind manchmal sehr eigenwillig. Sie sind ausgesprochen kinderlieb und für eine Zwingerhaltung nicht geeignet.

Haltung
Der Neufundländer ist nicht, wie in einigen Hundebüchern beschrieben ein Anfängerhund. Wer sich erstmals als Hund einen Neufundländer zu sich und seiner Familie holt, sollte unbedingt eine zertifizierte (BHV) Hundeschule besuchen. Allein aufgrund der Größe und Selbständigkeit dieser Rasse ist er sanft, aber konsequent zu erziehen. Ein Neufundländer, der seinen klaren Rang in der Familie hat wird ein wunderbares Familienmitglied sein und eine Sorgfalt gegenüber Kindern, wie kaum eine andere Hunderasse zeigen. Wird er jedoch nicht entsprechend erzogen und sozialisiert ist er der Chef in der Familie und das kann schlimme Folgen haben. Der Neufundländer benötigt Familienanschluss, möchte im Herbst und Winter am liebsten nur draußen sein und benötigt viel Fellpflege. Sein wasserabweisendes weiches Fell ist vor allem in Zeiten des Fellwechsels täglich zu kämmen und zu bürsten. Er kann mehrere Stunden alleine verbringen möchte dafür vor allem im Urlaub immer dabei sein. Es ist wichtiger für Ihn seine Familie um sich zu haben, als der tägliche Auslauf, der dreimal täglich stattfinden sollte. Im Sommer an warmen Tagen benötigt der Neufundländer nur sehr wenig Auslauf. Es sollte ihm so oft, wie möglich die Gelegenheit zum Baden gegeben werden, da er ein ausgesprochener Wasserhund ist. Aufgrund seiner Eigensinnigkeit ist beim Neufundländer oft Geduld gefragt.

Eignung & Ausbildung
Der Neufundländer findet laut FCI Verwendung als Schlittenhund für schwere Lasten und als Wasserhund. Der Neufundländer ist aufgrund seiner Selbständigkeit, Gelehrigkeit und hohen Reizschwelle auch sehr gut als Therapiehund geeignet. In den letzten Jahren wird er in Deutschland immer mehr als Wasserrettungshund ausgebildet. Er eignet sich aufgrund seines Charakters in keinster Weise für die Ausbildung zum Wachhund.

Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Neufundländer

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